EEA Law Moot Court
Beim EEA Law Moot Court schlüpfen Studierende in die Rolle von Parteienvertreterinnen und -vertretern in einem fiktiven EWR-rechtlichen Fall. Ziel ist es, die Diskussion und Argumentation einer tatsächlichen Verhandlung vor dem EFTA-Gerichtshof im Rahmen eines Gutachtenverfahrens möglichst realitätsnah nachzubilden. Die Teams bestehen aus drei bis fünf Personen. Sie verfassen sowohl für die Kläger- als auch für die Beklagtenseite schriftliche Plädoyers und vertreten anschliessend beide Seiten in der mündlichen Finalrunde. Diese findet jeweils im März oder April an einer Universität bzw. einem Institut eines EWREFTA-Staates statt. Nach der Bewertung der schriftlichen und mündlichen Leistungen und einem allfälligen Semifinale treten die beiden bestbewerteten Teams in einer Finalrunde gegeneinander an. Das Gewinnerteam wird zu einer einwöchigen Reise nach Brüssel und Luxemburg eingeladen, während der unter anderem Einblicke in die Tätigkeit der EFTA-Überwachungsbehörde, der EU-Institutionen, des EFTA-Gerichtshofs und des Gerichtshofs der Europäischen Union ermöglicht werden.
Lernziele:
Nach Abschluss der Lehrveranstaltung können die Studierenden
- die rechtlichen Grundlagen des EWR sowie des entsprechenden EU-Rechts, insbesondere im Bereich des Binnenmarkt- und Wettbewerbsrechts, erläutern und anwenden;
- komplexe EWR- und EU-rechtliche Fragestellungen analysieren und unter Berücksichtigung einschlägiger Rechtsprechung des EuGH und des EFTA-Gerichtshofs Lösungsansätze entwickeln und bewerten;
- schriftliche Plädoyers für Kläger- und Beklagtenseite verfassen;
- mündliche Plädoyers in simulierten Verhandlungsrunden überzeugend präsentieren und verteidigen;
- ihre juristische Englischkompetenz schriftlich und mündlich gezielt einsetzen; und
- im Team arbeiten, Arbeitsprozesse koordinieren und konstruktives Feedback geben.